

Brügges Ursprung geht auf das 7. bis 9. Jahrhundert
zurück. Die dort Schutz suchenden
Einwohner nannten ihre Siedlung "Bruggia". Brügge wurde
Marktflecken und die Grafen von Flandern befestigten die Stadt. Schnell entwickelte sie sich
zu einem bedeutenden Handelszentrum, da sie nicht weit vom Meer entfernt lag.
Schließlich wählten die Grafen von Flandern Brügge als ihren Hauptsitz aus und die
Stadt erlebte eine Blüte. Im 13. Jahrhundert erlangte Brügge den Rang eines Welthafens.
Durch die Anwesenheit der Herzöge von Burgund erlebte es einen prachtvollen Glanz und
wuchs zu einem unvergleichlichen Kultur- und Kunstzentrum heran. Brügge hat seinen alten Glanz
über die Jahrhunderte bewahren können und noch heute bietet diese Stadt, die
architektonisch bis in die gotische Zeit zurück geht der europäischen Kultur einen
unschätzbaren Beitrag.
Der Belfried wurde 1240 als Versammlungssaal gebaut. Er ist das
Wahrzeichen der Stadt und sein Turm ist 83 Meter hoch. Über die 366 Stufen kann man ihn
besteigen und hat bei guter Sicht einen weiten Blick über die flämische Ebene. Die
Liebfrauenkirche ist die höchste Erhebung in Brügge und sie ist mit 122 Metern Höhe
die höchste Kirche der Niederlande und Flanderns. Brügge ist von vielen Grachten durchzogen und
daher nennt sich die Stadt auch stolz "Venedig des Nordens".
Der Beginenhof wurde 1245 von Margarete von Konstantinopel als Kloster
gegründet. 1928 erlag das Klosterleben, aber bereits zwei Jahre später
übernahm eine Gemeinschaft von Benediktinernonnen die Anlage.
Über der belgischen Küstenebene schwebte Ostern 2005 viel Nebel und so war selbst in der Stadt keine
große Fernsicht möglich, was deutlich an den Schleiern auf den Bildern zu erkennen ist.
