Es kann vorkommen, dass man z.B. Personen aus einem Bild in
den Vordergrund eines anderen Bildes kopieren möchte oder das auf
einem Landschaftsbild der Himmel einfach nur hellgrau ist und man gerne dort
einen blauen Himmel mit Wolken sehen möchte. Dazu muss man zwei Bilder
ineinander kopieren und das funktioniert mit sog. Ebenen, die Paint.Net
beherrscht. Ebenen kann man sich wie Folien auf einem Tageslichtprojektor vorstellen, die
übereinander gelegt werden. Man kann darauf
einzelne Bereiche einer Folie abdecken, dann wird der Inhalt dieses
Bildbereichs nicht sichtbar. Außerdem braucht man sog.
Freistellungswerkzeuge, die Paint.Net zur Verfügung stellt, das sind Werkzeuge, mit denen
man Teile eines Bildes aus dem Gesamtzusammenhang des
Bildes löst und als Einzelelement zur Verfügung hat:
Ich beschreibe den Vorgang des „Himmelsaustauschens“:
Man braucht zwei Ebenen: zunächst muss man sich überlegen, welches Bild den
perfekten Himmel liefern soll, es kommt in die untere, also erste Ebene
oder auch Hintergrund genannt und in welchem Bild der Himmel ersetzt werden
soll, weil er flau ist, es kommt in die Zweite Ebene
darüber. Man öffnet zunächst über Datei, Öffnen
oder über das Ordnersymbol mit dem blauen Pfeil darüber in der
Symbolzeile das erste Bild in der untersten Ebene, in diesem Fall also
das Bild mit dem guten Himmel (am besten ist es, wenn man
dafür ein Foto hat auf dem überwiegend Himmel oder nur Himmel zu sehen ist).
Man öffnet die zweite Ebene über: Ebene - Aus Datei importieren
und darin das Foto, das den „falschen“ Himmel hat, also das Bild auf dem man den Himmel ersetzen möchte.
Zunächst überdeckt dieses Foto (diese zweite Ebene) das
erste Foto (erste Ebene) und man sieht den schönen Himmel nicht
mehr. Rechts im Paint.Net-Fenster erscheint das "Ebenenfenster:
Hier kann man die Ebenen markieren und rechts das kleine
Häkchen wegnehmen, es wird dann nur die mit Häkchen
markierte Ebene dargestellt. Hat man die Ebene nicht an der richtigen
Stelle, dann kann man sie verschieben, also die Ebenen untereinander
zu ersten oder zweiten Ebene verschieben (Im Ebenenfenster unten das
vierte Symbol von links, "Pfeil nach oben", anklicken).
Als nächstes aktiviert man die Ebene mit dem flauen
"Himmel-Bild" , also dem Bild, was in der Ebene über, in diesem
Fall dem Bild mit dem schönen Himmel, liegt. Es ist also nur das
Bild mit dem flauen Himmel zu sehen. Das geschieht, indem man im
Ebenenfenster unten rechts ein Häkchen hinten in das Kästchen
macht und auf die Ebene klickt, damit sie aktiviert ist (blau
markiert) Jetzt öffnet man ein Freistellungswerkzeug, z.B. den sog.
Zauberstab (von diesen Werkzeugen gibt es auch andere, es hängt
von der freizustellenden Form ab, welches das geeignete Werkzeug ist
(Zauberstab, Lasso, Viereck, Kreis, alle in dem Fenster "Tools" links
am Fensterrad in der ersten Spalte die ersten vier von oben).
Der Zauberstab: Der Mauscursor nimmt jetzt die Gestalt des Zauberstabs an und man klickt in den
falschen (hellgrauen) Himmel. Der Zauberstab markiert jetzt, in
Abhängigkeit der vorher eingestellten Farbtoleranz (Beschreibung
dazu siehe weiter unten), alle Grautöne, die man
gerade angeklickt hat und die mit der angeklickten Fläche im
Zusammenhang stehen. Der Zauberstab ist nichts anderes, als ein
Markierungswerkzeug für eine bestimmte Farbe mit einer bestimmten Farbhelligkeit bei einer
bestimmten Toleranz für Farbe und Helligkeit, dh.
Abweichungen von der gerade angeklickten Farbe. Diese Toleranz kann zu klein oder auch
zu groß sein, dann sind die Ergebnisse nicht zufrieden stellend, dh. es ist
nicht der ganze Himmel markiert, oder auch zuviel vom Bild. Um zu
vertretbaren Ergebnissen zu kommen kann man in der Regel in den Grafikprogrammen
diesen Toleranzbereich einstellen. Dazu klickt man in
Paint.Net in der Leiste "Tools" links am Fensterrand im unteren Bereich auf
"Toleranz /siehe Bild hierdrüber); klickt man links in das kleine
Fenster erhält man niedrige Toleranzwerte, rechts hohe und in der
Mitte mittlere Werte.
Gibt es noch Bereiche der selben Farbe (Himmel) die nicht mit der angeklickten Farbe in
Verbindung stehen, also z.B. durch einen Baum oder einen
Telefondraht vom vom Rest getrennt sind aber dennoch markiert werden sollen (siehe Bild unten),
dann muss man beim Markieren mit dem Zauberstab die Strg-Taste (manchmal auch die Alt-Taste) gedrückt
halten und dann mit dem Zauberstab in die noch fehlenden Flächen klicken, bis
alle grauen Himmelpartien markiert sind (Bild unten, das erkennt man an der
gestrichelten Linie um den markierten Bereich herum).
Anschließend drückt man jetzt die Entf-Taste und die
markierten Teile werden aus dem Bild gelöscht, in diesem Fall also
der eben markierte graue Himmel. Da man aber das
„Schöne-Himmel-Bild“ in der Bildebene darunter liegen
hatte, kann man jetzt den schönen Himmel an den gelöschten Stellen der zweiten Ebene sehen.
Abspeichern nicht vergessen! Leuchtet der
graue Himmel z.B. durch die Äste eines Baumes hindurch, so
bedeutet das, dass es sehr viele nicht mit einander verbundene graue Flächen
gibt. Es kann dann sehr zeitaufwändig werden, diese Flächen zu markieren
(dazu kann man dann auch das Bild vergößern, die Auswahl
fällt dann leichter) und anschließend zu
löschen!! Es gibt noch andere Freistellungswerkzeuge als den
Zauberstab (siehe oben), bitte ausprobieren.
Man kann auf diese Art auch z.B. eine Person vom Hintergrund
lösen, also freistellen. Diese Ebene, auf der nur noch die Person
zu sehen ist kann man dann kopieren und über eine andere Ebene mit einem anderen Bild
kopieren. So kann man z.B. eine Person einfach in ein Bild kopieren, auch
mehrfach, indem man einfach weitere Ebenen darüber legt.
Man markiert, wie oben beschrieben, die Person z.B. mit dem Zauberstab.
Anschließend geht man unter Bearbeiten in der
Befehlszeile auf "Kopieren". Jetzt führt man den Mauszeiger auf
die Person und kann sie jetzt bei gehaltener Maustaste dahin verschieben, wo man sie haben möchte.
Man kann dann unter Bearbeiten - Einfügen immer neueKopien der Person ins Bild einfügen und wie beschrieben verschieben.