Schritt 4: Fotos bearbeiten:

    Bildgröße für Anwendungen anpassen.

     

     Dieser Schritt kann sehr umfangreich werden, je nachdem, wie weit Bearbeitungsschritte nötig sind – die meisten dieser Bearbeitungsschritte kann man mit IrfanView ausführen, bei einigen ist IrfanView nicht die erste Wahl, bei anderen Schritten muss man andere Programme verwenden, weil diese Schritte mit IrfanView nicht machbar sind, das gilt z.B. für das Arbeiten mit Ebenen !):

      Die nötigen Einzelschritte hängen weitgehend von der Qualität des aufgenommenen Fotos und davon ab, was man mit den Fotos machen möchte.

      Mögliche Ziele wären: Ausdrucken von Fotos und Veröffentlichen von Fotos im Internet. Die Größe des auszudruckenden Fotos ist abhängig von der Pixelanzahl (das zeigt IrfanView sehr eindrucksvoll, wenn man Ansichtoption (Ansicht – Anzeige-Optionen – keine Anpassung durchführen, gewählt hat. 

         

      Ist das Bild jetzt größer, als es im Druck oder auch im Internet erscheinen soll, dann muss es in der Größe angepasst werden, also auf eine kleinere Pixelzahl herunter gerechnet werden, dabei gelten ungefähr folgende Größen:

      Notwendige Bildauflösungen:

      Der Verwendungszweck eines Fotos bestimmt dessen Auflösung, es handelt sich um ungefähre Werte (ausprobieren!)


        Bildgröße in Punkten

        Kamera Auflösung in Bildpunkten, also in MegaPixel

        Datei-größe in MB

        Rechnerisches Bild- format in cm für Ausdrucke mit 300 Dpi

        Format in cm für Bilder in sehr Guter Qualität

        Dpi - Auflösung für den Druck (sehr gute Qualität

        Format in cm für Bilder in „guter" Qualität

        Dpi - Auflösung für den Druck (gute Qualität

        sonstige Anmerkungen

        640 x  480

        0,3

        reicht für Bilder im Internet; Ausdruck wenig sinnvoll

        Internetanzeige klein

        800 x 600

        0,5

        entspricht in etwa der gängigen Fernsehnorm, reicht, um einfache Broschüren zu drucken und Bilder für das Internet; Ausdruck wenig sinnvoll

        Fernseh-/ Bildschirm-anzeige

        1024 x768

        0,85

        2,2

        8,67 x 6,50

        nicht möglich

         

        9x13

        750

         

        1200 x 960

        1,31 MP

        3,5

        10,84x8,13 (DIN-A7)

        9x13

        750

        10x15

        750

         

        1536 x 1024

        1,68

        4,5

        13,00 x 9

        9x13

        750

        10x15

        750

         

        1600 x 1200

        2,1

        5,5

        13,55x10,16

        10x15

        500

        13x18

        390

         

        1800 x 1200

        2,3

        6,2

        15,24 x 10,16 (DIN-A6)

        10 x 15

        500

        13x18

        390

         

        2048 x 1536

        3,34

        9,4

        17,34 x 13,00

        13 x l8

        390

        20 x 30

        250

        reicht auch für  DIN-A 5 Ausdrucke, Ausschnittsver-größerungen möglich.

        2272 x 1704

        4,1

        11

        19,24x14,43 (DIN-A5)

        13x18

        390

        20x30

        250

        reicht auch für DIN-A 4 Ausdrucke, Ausschnittsver-größerungen möglich.

        2600 x 1920

        5,1

        14

        21,67x15,26(DINA4)

        13x18

        390

        20x30

        250

        für DIN-A 4 Ausdrucke, Ausschnittsver-größerungen möglich.





                         Man kann die Druckgröße auch errechnen:

        2,54  :  Druckgröße in dpi  x  Megapixel  =  Kantenlänge in cm

        dabei steht 300dpi für eine sehr gute, 200 dpi für eine gute und 150 dpi für eine ausreichende Druckqualität. Als Faustregel kann man für einen sehr guten Druck (300dpi) auch einfach Megapixel  :  100  = Kantenlänge in cm rechnen




        Ist man sich nicht sicher, wie groß das Bild für den Druck sein muss, kann man sich das mit IrfanView ansehen: Man geht auf Datei - Drucken; es öffnet sich folgendes Fenster:

        Man kann verschiedene Einstellungen vornehmen: Es ist der Drucker angegeben und das Format des Papiers; man kann andere Formate wählen. Dazu klickt man auf "Wählen", geht in das Druckermenü und wählt dort eine andere Papiergröße. In der Fenstermitte kann man (und sollte man!) "Originalgröße aus DPI" wählen. Schließlich kann man noch die Position des Bildes auf der DIN-A-4 Seite bestimmen und dann abschätzen, wie groß das Bild auf einer DIN-A-4 Seite aussehen wird. Damit hat man einen Anhaltspunkt und kann dann die Größe entsprechend wählen. Mit IrfanView kann man die Bilder verkleinern: Man kann das einzeln oder im sog. „Batchverfahren“ machen, dh. für alle Bilder in einem Rutsch . (Siehe dazu weiter unten.)

        Den richtigen Bildausschnittfestlegen:

        Oft sind die aussagekräftigen Bereiche von Bildern nur in einem kleinen Ausschnitt des Originalbildes zu finden, sodass man aussagelose Bereiche gerne wegschneiden möchte, wie bei einem großen Foto, was man mit einer Schere beschneidet. Mit IrfanView geht das ganz einfach: Man öffnet das Bild, das man beschneiden möchte, und überlegt sich, welchen Bereich man behalten möchte und welcher weg geschnitten werden soll. An der oberen linken Ecke des Bereichs, der stehen bleiben soll, setzt man den Mauscursor, der zu einem Kreuz geworden ist an, hält die linke Maustaste gedrückt und zieht die Maus nun in die untere rechte Ecke, des Bereichs, der stehen bleiben soll. Dort lässt man den Mauszeiger los. Man hat jetzt um den Bereich, der stehen bleiben soll ein Viereck gezogen:

         Hat man nicht genau den gewünschten Bereich getroffen, führt man den Mauszeiger an die Seite, die nicht genau stimmt und führt ihn genau auf die Linie (er wird dann zu einem Doppelpfeil). Jetzt kann man die Markierungslinie verschieben, indem man links klickt, den Mauszeiger hält und dahin schiebt, wo der Rand wirklich sein soll – oder, man klickt irgendwo außerhalb des gerade gezeichneten Vierecks und die Markierung ist wieder verschwunden. Man versucht dann erneut den richtigen Ausschnitt zu markieren. Um jetzt das Bild zu beschneiden, geht man mit der Maus auf „Bearbeiten“ und dann „Freistellen“.

         

        IrfanView beschneidet jetzt das Bild und zeigt nur noch den vorher markierten Ausschnitt an. Um dieses neue ausgeschnittene Bild zu sichern, klickt man in der Symbolleiste auf des Diskettensymbol oder unter „Datei“ – „Speichern unter“; die JPG-Qualität setzt man im rechten Teil des erscheinenden Fensters auf „hoch“, 

         

         gibt dem Bild einen neuen Namen z.B.  … klein.jpg und klickt auf „Speichern“, belässt man den alten Namen, fragt IrfanView, ob es die alte Datei überschreiben solle, was man je nach Wunsch auch machen kann.

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